250.000 Euro Kredit – warum die Tilgung so wichtig ist

Der beste Weg zu einem günstigen 250.000 Euro Kredit ist die Nutzung unseres Vergleichsrechners. Die angegebenen Zinsen werden von uns regelmäßig auf ihre Korrektheit überprüft. Doch bei einer derart hohen Kreditsumme sind einige Dinge zu berücksichtigen. So dauert beispielsweise eine Baufinanzierung bis ins Jahr 2066, wenn die Tilgungshöhe vernachlässigt wird. Denn 50 Jahre und mehr sind drin, wenn nur mit geringen Tilgungsraten gearbeitet wird.

Experten-Rat: mindestens zwei Prozent tilgen

Eine Tilgung von nur einem Prozent kann einen Kreditnehmer in die Schuldenfalle führen oder aber dazu, dass der Kredit erst im hohen Alter abgezahlt ist. In der aktuellen Niedrigzinsphase, in der wir uns derzeit befinden, raten Experten mindestens Tilgungen von zwei Prozent zu vereinbaren. Nur dann ist absehbar, dass das Darlehen auch in einem überschaubaren Zeitraum abgezahlt ist. Die Funktionsweise der sogenannten Annuitätendarlehen ist dafür verantwortlich, warum dies so wichtig ist. Denn die monatliche Rate besteht grundsätzlich aus zwei Teilbeträgen:

  • Zinsen
  • Tilgung

So ergeben beispielsweise ein Zinssatz von 2,8 Prozent und eine einprozentige Tilgung eine monatliche Rate von 791 Euro. Dieser niedrige Tilgungsanteil sorgt dafür, dass das Darlehen bis zur Schuldenfreiheit mehr als 50 Jahre läuft. Daher ist es angebracht, die Tilgung entsprechend anzupassen. Bei zwei Prozent Tilgung entspricht dies einer Monatsrate von 1000 Euro. Grundsätzlich ist es bei einem Annuitätendarlehen so, dass mit zunehmender Laufzeit auch der Anteil der Tilgung steigt.

So bleibt der Kreditnehmer flexibel

Im Idealfall lässt sich die Tilgungshöhe während der Kreditlaufzeit verändern. Solch ein Kredit ist besonders flexibel und der Kreditnehmer hat Spielraum, sollte sein Einkommen einmal ansteigen oder sinken. Außerdem kann bei einem flexiblen Kredit das Weihnachtsgeld oder ein etwaiger Bonus als Sondertilgung genutzt werden, wodurch sich die Kreditschuld wiederum senkt. Etwa fünf Prozent Sondertilgung sind heute bei den meisten Banken üblich. Gegen Zinsaufschläge ist oftmals sogar noch eine größere Flexibilität geboten.

Vorsicht ist aber bei zu komplexen Konstruktionen angeraten – dann kann die Finanzierung auch schnell zur Kostenfalle werden. Das besonders dann der Fall, wenn ein anderer Vertrag an die Finanzierung geknüpft ist, wie beispielsweise ein Bausparvertrag oder aber auch eine Restschuldversicherung. Wer eine hohe Tilgungsrate von über drei Prozent wählt und Sondertilgungen vereinbart von 5 bis 10 Prozent des Darlehens, ist schnell schuldenfrei. So lässt sich beispielsweise ein Kredit in Höhe von 250.000 Euro innerhalb von zehn Jahren abbezahlen – Voraussetzung: es werden zehn Prozent getilgt.

Das macht mehr Tilgung bei 250.000 Euro in der Praxis aus

Wird ein Kredit in Höhe von 250.000 Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit einem effektiven Jahreszins von 2,53 Prozent abgeschlossen und die Folgefinanzierung mit 6,5 Prozent, ergibt sich folgendes Rechenbeispiel. Abhängig, ob der Kreditnehmer nun ein Prozent oder zwei Prozent der Kreditsumme im Jahr tilgt, beläuft sich die Ratenhöhe in den ersten zehn Jahren auf monatlich 730 Euro oder 937 Euro. Dieser Unterschied in Höhe von 200 Euro monatlich hat bereits enorme Auswirkungen. Mit der geringen Rate ist der Kreditnehmer exakt nach 36 Jahren und vier Monaten komplett schuldenfrei. Bei der zweiprozentigen Tilgung sind es fast zehn Jahre weniger, nämlich 26 Jahre und neun Monate. An geringen Tilgungsbeträgen verdient vor allem der Kreditgeber. In unserem Beispiel sind es nicht ganz 300.000 Euro an Zinseinnahmen für die Bank, während es bei der höheren Tilgung nur noch 179.000 Euro sind.