Kredit für Studenten

Kredit für Studenten – Studentenkredite sind Darlehen, die auf die Bedürfnisse von Studenten zugeschnitten sind. Meistens erhalten Studenten dabei eine monatlich gleichbleibende Summe ausbezahlt, mit der sie die Studienkosten und Lebensunterhalt decken können.

Ein Kreditverhältnis setzt in der Regel voraus, dass der Kreditnehmer volljährig und voll geschäftsfähig ist, über eine gute Bonität verfügt und natürlich über regelmäßige Einkünfte verfügt. Und genau das unterscheidet den Kredit für Studenten von anderen Krediten. Es gibt aber auch noch ein anderes wesentliches Merkmal. Der Kredit für Studenten wird meistens zu sehr niedrigen Zinskonditionen angeboten, zumindest wenn es sich um einen offiziellen Bildungskredit handelt.  Es gibt eine ganze Reihe von Instituten, die hier als Darlehensgeber agieren und die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

 

Diese Banken bieten Studienkredite an

Der bekannteste und größte Vermittler des Kredit für Studenten ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – der Studentenkredit wird dabei vom Staat subventioniert und ist deswegen besonders zinsgünstig. Nahezu alle Kredite, die mit der KfW zusammenhängen, werden bei der ganz normalen Hausbank beantragt und abgewickelt, die sich wiederum bei der KfW refinanziert.

Der Studienkredit der KfW ist der mit Abstand am häufigsten nachgefragte Studentenkredit. Mit dem KfW Studiendarlehen können neben einem Erst- oder Zweitstudium auch ein Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium sowie eine Promotion finanziert werden. Studenten die diesen Kredit bekommen, erhalten monatlich zwischen 100 und 650 Euro ausgezahlt. Je nach Art des Studiums liegt die Höchstdauer für die Förderung bei sechs bis 14 Semestern.

Neben der KfW gibt es aber auch einige Direktbanken, Regionalbanken oder Sparkassen, die Studienkredite anbieten. Weiterhin gibt es Spezialbanken, die günstige Kredite für bestimmte Studienrichtungen anbieten, z.B. für Studenten im gesundheitswissenschaftlichen und medizinischen Studiengängen. Die Auswahl und Möglichkeiten bei Studentenkrediten sind vielfältig.

 

Besonderheiten des Kredit für Studenten

Studentenkredite unterscheiden sich in einer ganzen Reihe von anderen Krediten, wobei der wesentliche Punkt ist, dass der Student noch über kein eigenes Einkommen verfügt. Obwohl es viele Anbieter und auch Möglichkeiten gibt, sind die Hürden für so einen Kredit ziemlich hoch. Ein deutlicher Vorteil ist jedoch, dass die Zinsen beim Studentenkredit verhältnismäßig niedrig sind. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang natürlich auch das BAföG, obwohl es kein klassischer Studentenkredit ist, das das BAföG zinsfrei ausgereicht wird und damit eher eine Förderung als einen Kredit darstellt.

Kredit für Studenten: so geht man am besten bei der Beantragung vor Kredit für Studenten - Studienkredit

Die Hürden auf dem Weg zum Studentenkredit sind hoch, da diese Kundengruppe in der Regel kein festes bzw. ausreichendes Einkommen bezieht. Kreditinstitute und andere Finanzanbieter erwarten deswegen in der Regel entsprechende Sicherheiten für den Kredit. Das wiederum führt dazu, dass Studenten ohne Bürgern in der Regel keine Chance haben, einen Kredit genehmigt zu bekommen. Anders verhält sich die Situation bei Förderkrediten bzw. Bafög aus.

  1. Kreditsuche: Über den Kreditrechner einen passenden Studentenkredit suchen
  2. Dokumente bereithalten: Studenten sollten einen Nachweis für ihr Studium sowie Angaben zu Sicherheiten und Bürgen zusammensuchen. Ein Bürge muss sich dabei bewusst sein, dass er für die Rückzahlung des Kredites in vollem Umfang haftet.
  3. Antragsformular: Die meisten Anbieter verfügen über ein Onlinekreditformular, das man ausfüllt und entweder online absendet oder ausdruckt und per Post versendet.
  4. Post IDENT: Nachdem das Antragsformular abgeschickt wurde, sollte der potentielle Kreditnehmer bei der Post seine Identität nachweisen per Post IDENT
  5. Insofern das Studentendarlehen genehmigt wurde, sendet der Kreditgeber die entsprechenden Kreditunterlagen zu, den man gegenzeichnet und mit der Post an den Kreditgeber zurücksendet.

Sollte das Kreditinstitut für den Studentenkredit einen Bürgen erwarten, reicht es nicht aus, dass man diesen nur benennt, sondern auch dieser wird einer vollständigen Kreditprüfung unterzogen. Der Bürge muss volljährig, voll geschäftsfähig sein, über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, das auch über den finanziellen Spielraum verfügt, den Kredit vollständig tilgen zu können. Auch beim Bürgen wird darauf geachtet, dass er keinen Eintrag bei der Schufa hat.

Die drei Abschnitte des Studiendarlehens

a) Auszahlungsphase

In der ersten Phase – der Auszahlungsphase – erhalten Studierende monatlich einen festgesetzten Betrag, den der Student selbst festlegt und davon abhängt wie viel Geld er benötigt. Diese Phase beträgt zwischen 1 und 14 Semester). Bei dem KfW Studienkredit werden dabei monatlich zwischen 100 € und 650 € ausbezahlt. Die Auszahlungsphase muss dabei nicht unbedingt mit der Studienphase übereinstimmen, d.h. der Kredit kann z.B. auch nur für ein Auslandssemester oder in der Abschlussphase genommen werden. Das ist z.B. für Studenten interessant, die ihr Studium mit Studentenjobs finanzieren und dazu bei einem Auslandsaufenthalt oder in der schwierigen Schlussphase keine Gelegenheit mehr dazu haben.

b) Ruhephase

Spätestens mit Abschluss des Studiums endet die Auszahlungsphase und es beginnt die Ruhephase. Das ist eine Karenzzeit, die so gut wie alle Anbieter den Kreditnehmern einräumen, in der der Kredit noch nicht zurückbezahlt werden muss. Die übliche Zeit beträgt dabei zwischen 3 und 24 Monate. Hintergrund für diesen Zahlungsaufschub ist die Überlegung, dass die jungen Akademiker ausreichend Zeit haben, sich einen Job zu suchen, sich darin etablieren können und die ersten Anschaffungen bezahlen können, die in der Regel bei einem Umzug oder beruflichen Neuorientierung anfallen.

c) Rückzahlungsphase

Nach der Ruhephase beginnt die Rückzahlungsphase des Studienkredites, die jedoch bis zu 25 Jahre dauern kann. Der Zeitrahmen und die Mindestsumme wird dabei zwischen dem Kreditnehmer und der Bank individuell vereinbart.

Insgesamt ist der Studienkredit eine gute Möglichkeit, das Studium im In- und auch Ausland zu finanzieren. Es gibt aber auch einige Besonderheiten zu beachten, so z.B. wenn das Studium abgebrochen wird, wir der gesamte Studienkredit oft in einer Summe zur Rückzahlung fällig.

Kreditbedarf mit Bedacht ermitteln

Jeder Studienanfänger sollte sich bereits vor dem Studium überlegen, wie hoch die Kosten für das Studium sind. Es sind manchmal Studiengebühren und manchmal die Lebenshaltungskosten, die dominieren. Gerade wenn nicht die Möglichkeit besteht, die Studienzeit noch bei den Eltern zu verbringen und der Wunsch besteht, eine Universität zu besuchen, die Studiengebühren erhebt, überschreiten die monatlichen Kosten schnell die 650 € BAföG oder Studienkredit und liegen dann gerne auch bei monatlich 1.000 € und mehr.

Insofern ist jeder Student gut beraten, die Kosten eines Studiums ernst zu nehmen und gründlich zu kalkulieren. Dabei sollte jeder Student oder Anfänger auch im Hinterkopf behalten, dass ein jeder Kredit auch zurückbezahlt werden muss, egal wie bequem die Raten zunächst erscheinen. Oft sind die Wünsche nach dem Studium groß, aber das Einstiegsgehalt bei Jungakademikern noch gering. Wenn dann hier aber noch ein Studienkredit über 40 oder 50 TSD Euro die Gesamtbonität drückt, sind damit auch die Finanzierungsmöglichkeiten für andere Anschaffungen eingeschränkt.

Grundsätzlich sollte man soviel Kredit aufnehmen wie nötig, aber so wenig wie möglich.